Rekultivierung am Beispiel des Tagebaues „Grube E“
Im Rahmen der bergrechtlichen Betriebszulassungen nimmt die Rekultivierung eine zentrale Rolle ein. Hier zeigt sich nachhaltig, wie die rohstoffgewinnende Industrie mit der von ihr beanspruchten Umwelt umgeht. Für die Alttagebaue der Quarzsand GmbH Nudersdorf ist ausschließlich eine forstliche Nachnutzung festgelegt. Dazu wurde mit der zuständigen Forstbehörde ein entsprechender forstlicher Rahmenplan abgeschlossen. Am Beispiel des Alttagebaues „Grube E“ soll das Ergebnis der Rekultivierung gezeigt werden. Vor dem Abbau waren die Flächen ausschließlich mit Kiefernwald bewachsen. Der Abbau erfolgte von 1975 bis 1989 mit Seilgreiferbagger und Feldbahn. Insgesamt wurden auf 13 ha ca. 1.500 Tt Quarzsande abgebaut. Das Geländerelief zur Rekultivierung wurde in den 90-er Jahren hergestellt. Dabei konnte nur in Teilbereichen Mutterboden aufgetragen werden. Als Besonderheit wurde im Nord-Ost-Bereich eine Steilböschung standsicher gestaltet, um den daneben bestehenden alten Eichenbestand nicht zu gefährden. Die Aufforstung erfolgte nach Vorgabe des zuständigen Revierförsters, als Kiefern, Laub- und Mischwaldzonen. Vorrangig wurden Traubeneiche und Kiefer angepflanzt. Insgesamt cirka 33.000 Pflanzen. Zum Schutz vor Wildverbiss wurde das gesamte Areal mit Wildgatterzaun eingefasst. In tieferen Bereichen bilden sich, bedingt durch lehmigen Untergrund, temporäre Wasserflächen. Die Abschlussbefahrung mit LAGB Sachsen-Anhalt, Forstamt und LK Anhalt-Zerbst fand am 07. September 2004 statt.
Das Protokoll enthält folgende Festlegung:
„Es wird einvernehmlich festgestellt, dass die Abschlussarbeiten ordnungsgemäß und vollständig realisiert wurden, so dass die Bergaufsicht mit dem Tag der Abschlussbefahrung am 07.September 2004 für den Tagebau „Grube E“ endet.“
Das Ergebnis der Rekultivierung zeigen die beigefügten Bilder:
Ansicht der der Grube nach Anpflanzung im Jahr 2000
Ansicht der der Grube nach sieben Vegetationsperioden