Es ist leider allgemein gültige Meinung, dass rohstoffabbauende Unternehmen sehr rücksichtslos mit der Umwelt umgehen. Dies ist natürlich populistischer Unsinn. Da diese Industrie vorrangig mittelständisch geprägt ist, kann sich niemand der Verantwortung gegenüber der Umwelt entziehen. Im Gegenteil, alle Maßnahmen werden unter Berücksichtigung vielfältiger Umweltaspekte geplant und durchgeführt. Dies gewährleisten u.a. sehr umfangreiche Genehmigungsverfahren vor der Genehmigung des Abbaues.
Natürlich bedeutet der Abbau oberflächennaher Rohstoffe einen Eingriff in die Natur. Dieser ist aber nur temporär und weitaus geringer als allgemein angenommen. Eine Hauptsäule der wirtschaftlichen Tätigkeit im Bereich Kies & Sand ist die Rekultivierung der beanspruchten Flächen. Fachleute bestätigen hier, dass in den meisten Fällen die in Anspruch genommene Fläche in einer höheren Qualität an die Allgemeinheit zurückgegeben wird. Es entstehen neue Biotoptypen mit einer ungeahnten Vielfalt an Flora und Fauna. Auch der Erholungswert für die Gesellschaft verbessert sich in vielen Regionen durch die Nutzung rekultivierter Baggerseen. Vergleicht man die Flächennutzung in Deutschland zeigt sich folgendes Bild (Quelle: Stat. BA):
54,1 % landwirtschaftliche Flächen
29,4 % Waldflächen
6,1 % Gebäude und Freiflächen
4,7 % Verkehrsflächen
3,496 % sonstige Flächen
2,2 % Wasserflächen
0,004 % Abbauflächen für Kies und Sand
Häufig wird bei dieser Diskussion auch vergessen, wie wichtig der Rohstoff Kies & Sand für das heutige Leben ist. Deutlich wird dies, wenn man sich vor Augen führt, wie viel Rohstoffe ein Mensch in 70 Lebensjahren verbraucht. Hier die Übersicht (Quelle: Prof. Lüttig, Erlangen):